Digitale Kommunikation erforschen

Neben der eigenen Methodeninnovation hat sich das Forschungsnetzwerk „Kommunikative Figurationen“ generell für methodische Fragen der Erforschung digitaler Kommunikation und die Verankerung und Weiterentwicklung von Forschungssoftware in der Kommunikations- und Medienwissenschaft engagiert. Hierzu zählt neben der Beteiligung an Erarbeitung eines Positionspapiers zu Forschungssoftware im Rahmen der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) insbesondere die Herausgabe eines entsprechenden Themenhefts zu Forschungssoftware in der Kommunikations- und Medienwissenschaft. Wichtig ist diese insbesondere für solche methodische Ansätze, die sich mit digitaler Kommunikation befassen.

BezeichnungZugang zu digitaler Kommunikation
Virtuelle MethodenAdaption herkömmlicher sozialwissenschaftlicher Methoden der Datenerhebung
Digitale Methodennativ-digitale Methoden der Datenerhebung
Computerbasierte Methodennativ-digitale Methoden der Datenerhebung und -auswertung
Mehrmethodendesigns digitaler KommunikationsforschungMixed Methods-Ansatz, der nativ-digitale Methoden und herkömmliche Methoden der Datenerhebung und -auswertung kombiniert

Ziel des Themenheftes ist es, die Diskussion um Forschungssoftware in der Kommunikations- und Medienwissenschaft methodisch zu kontextualisieren. Das Kernargument dabei ist, dass wir uns „jenseits“ des Computational Turns der Kommunikations- und Medienwissenschaft befinden, sowohl im Hinblick auf deren Gegenstand (die meisten Medien wurden zu digitalen Medien) als auch im Hinblick auf deren Theorien (die zunehmend das Digitale fokussieren) und deren Methoden (die ebenfalls verstärkt digital und computerbasiert sind). Entsprechend kann man sich mit den Herausforderungen und Chancen des Einsatzes von Forschungssoftware nur dann angemessen auseinandersetzen, wenn man ihre Etablierung als Teil dieser generellen Veränderung der Kommunikations- und Medienwissenschaft begreift.

Publikationen