Kommunikative Figurationen raumbezogener kollektiver Identitätskonstruktionen in den Medienstädten Hamburg und Leipzig in den 1950er Jahren


Projektleiterin:Prof. Dr. Inge Marszolek

Projektmitarbeiterin:Lisa Spanka

Das Projekt analysiert – anhand medialer Diskurse der 1950er Jahre – Kontinuitäten und Wandlungsprozesse raumbezogener Identitäten. Hieran lässt sich exemplarisch ein dynamisches Wechselverhältnis zwischen medialem und kulturell/gesellschaftlichem Wandel herausarbeiten. Die 1950er Jahre sind durch ein sich rasant veränderndes Medienensemble und politisch von der Zuspitzung des Kalten Krieges und der Systemkonkurrenz in Deutschland geprägt. Gefragt werden soll, in welchem Verhältnis hierzu kollektive Identitätskonstruktionen stehen, die auf diskursiv hervorgebrachten räumlichen Bezugspunkten sowie Aus- und Abgrenzungen beruhen und dabei Ideen sozialer Beziehungen sowie gesellschaftlicher Ordnung formulieren. Ziel des Projektes ist es, die in der Mediatisierungsforschung betonte Tiefe des Mediatisierungsprozesses systematisch auf einen historischen Untersuchungsgegenstand zu übertragen. Dabei soll insbesondere ein theoretisch-terminologisches Inventar entwickelt werden, um Prozesse von Identitäts- und Raumkonstruktionen in einer Langzeitperspektive untersuchen zu können.

Untersuchungsbereich: Beziehung

Vorträge:

Marszolek, I. /Robel, Y. (2015), Zur medialen Vermessung des städtischen Raums in den 1950er Jahren, Workshop des ZeMKI. Medien, Stadt, Bewegung. Medienwandel und Kommunikative Figurationen des städtischen Lebens, am 4./5. Dezember 2015 in Bremen.

Marszolek, I./Wagner, H.-U./Robel, Y. (2014): „Vorstellung des gemeinsamen Arbeitspapiers und des geplanten DFG-Projekts“. Kolloquium der Forschungsstelle für Zeitgeschichte, 12.5.2014, Hamburg.

Marszolek, I. (2014): „Vortrag und Vorstellung des CU-Projekts“. Historisches Institut der Albert-Ludwig-Universität Freiburg, 17.6.2014, Freiburg.

Marszolek, I./Robel, Y. (2014): Panel zu „Transformation of  Urban Spaces: Mediatized Constructions of Cities in the Past“. Jahrestagung der German Studies Association, 19.-21.9.2014, Kansas City/USA.

Marszolek, I./Robel, Y. (2014): „Zur diskursiven Konstruktion raumbezogener kollektiver Identitäten in einer historischen Perspektive“. Tagung „Under construction. Perspektiven des kommunikativen Konstruktivismus“ des Instituts für Soziologie der Technischen Universität Berlin und der Sektion Wissenssoziologie in der deutschen Gesellschaft für Soziologie, 14.-15.11.2014, Berlin.

Robel, Y. (2015): “Picturing spatial power? The visual constrcution of globality in the GDR during the 1950s”, Vortrag auf der Conference “Picturing Power. Photography in Socialist Societies”, 9.-12.12.2015, Bremen.

Robel, Y. (2015): „Suchkind-Geschichten: Konstruktionen von 'Verlust' und 'Rückkehr'“, Vortrag auf der Tagung „Rundfunkgeschichten von ‚Flucht und Vertreibung‘“, Deutsches Rundfunkarchiv, 18./19.06.2015, Frankfurt am Main.