Forschungssoftware MeSort und MeTag

Ausgehend von den genannten methodischen Herausforderungen bei der Erforschung von Medien- und Datenpraktiken bzw. Medienrepertoires, wurden in den vergangenen Jahren am ZeMKI in dem DFG-geförderten Projekt „Die nachhaltige Bereitstellung von Software für die Forschung zu cross-medialen Praktiken und digitalen Spuren“ zwei Forschungssoftware-Applikationen entwickelt, die die Forschungsgemeinschaft bei der Bewältigung dieser Herausforderungen unterstützen können. Die im Rahmen dieses Projektes entstandenen Programme MeSort und MeTag unterstützen qualitative, digitale Forschungsvorhaben sowohl bei der Datenerhebung, als auch bei der Analyse und Visualisierung von Forschungsdaten. Mehr Informationen finden sich auf der MeSoftware-Webseite.

MeSort

Bei MeSort handelt es sich um eine webbasierte Software zur Umsetzung von hochgradig anpassbaren Sortier- und Mappingaufgaben. Im aktuellen Entwicklungsstand unterstützt sie drei verschiedene Sortierschemata: zum einen das von Hasebrink & Hepp (2017) vorgeschlagene "Circle Sort" Verfahren (Bild 1), das häufig zur Erforschung von Medienrepertoires verwendet wird. Darüber hinaus die Möglichkeit der Erstellung von Netzwerkkarten (Bild 2) sowie das Q-Sort-Verfahren. Sortieraufgaben können dabei als Teil von qualitativen Interviews implementiert werden, sind aber auch als eigenständige Methoden praktikabel.

MeTag

MeTag ist eine Software zum Sammeln, Analysieren und Visualisieren von Daten aus digitalen Medientagebüchern. Sie besteht aus zwei Komponenten: MeTag Analyze ist eine browserbasierte Plattform, die es ermöglicht, Forschungsprojekte zu erstellen und Tagebuchdaten im Detail zu sammeln und zu analysieren (Bild 3). Über die dazugehörige MeTag App, die für iOS und Android verfügbar ist, können Teilnehmer *innen ihre Mediennutzung per Smartphone digital dokumentieren (Bild 4), nachdem ein entsprechendes Projekt in MeTag Analyze angelegt wurde.

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